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27.07.2026 |

Hannover feiert ein Fest des deutschen Sports

Vier Tage, 24 Sportarten und 143 Entscheidungen: Bei den Finals 2026 verwandelten sich Hannover und die umliegende Region in eine große Bühne für den deutschen Spitzensport. Vom 23. bis 26. Juli kämpften Athletinnen und Athleten um nationale Meistertitel – in Sporthallen, auf öffentlichen Plätzen, im Stadionbad, auf dem Maschsee und am Steinhuder Meer. Rund 480.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten für einen neuen Besucherrekord und machten die sechste Ausgabe der Multisportveranstaltung zur bislang größten ihrer Art.

©DieFinals2026

24 Sportarten mitten in der Stadt

Das Konzept der Finals besteht darin, Deutsche Meisterschaften verschiedener Verbände zeitgleich an einem Austragungsort zusammenzuführen. Sportarten, die außerhalb von Olympischen Spielen oder internationalen Meisterschaften selten im Mittelpunkt stehen, erhalten dadurch eine größere mediale Bühne.

In Hannover gehörten unter anderem 3x3 Basketball, Beachvolleyball, BMX Flatland, Bogensport, Breaking, Coastal Rowing, Gerätturnen, Gewichtheben, Kanu-Polo, Kanu-Sprint, Ju-Jutsu, Judo, Karate, Rapid Surfen, Rhythmische Sportgymnastik, Schwimmen, Segeln, Speed-Klettern, Speed-Windsurfen, Stand-up-Paddling, Trampolinturnen, Triathlon und Wasserball zum Programm. Hinzu kam die Leichtathletik. Während der Stabhochsprung auf dem Opernplatz in Hannover ausgetragen wurde, fanden die übrigen Entscheidungen im Lohrheidestadion in Bochum-Wattenscheid statt.

Viele Wettkampfstätten lagen mitten im öffentlichen Raum. Vor dem Neuen Rathaus wurde Basketball gespielt und mit dem Bogen geschossen, am Opernplatz standen Beachvolleyball, Speed-Klettern und Stabhochsprung im Mittelpunkt. Kanu-Wettbewerbe und Stand-up-Paddling fanden auf dem Maschsee statt, während Segler, Windsurfer, Triathleten und Coastal Rower am Steinhuder Meer ihre Meister ermittelten.

Favoriten, Überraschungen und Rekorde

Einer der herausragenden Athleten war Turner Radomyr Stelmakh. Der gebürtige Ukrainer, der erst im Frühjahr die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hatte, gewann drei Meistertitel und wurde damit zum erfolgreichsten Turner der Finals 2026.

In der Rhythmischen Sportgymnastik bestätigte Olympiasiegerin Darja Varfolomeev ihre Ausnahmestellung. Sie gewann den Mehrkampf und gehörte zu den prominentesten Gesichtern der Veranstaltung. Beim Rapid Surfen begeisterte Valeska Schneider das dicht gedrängte Publikum an der Leinewelle und sicherte sich den Meistertitel vor Anika Weizel und Ina Schorr.

Auch die Leichtathletik bot mehrere sportliche Höhepunkte. Mikaelle Assani gewann den Weitsprung mit 6,67 Metern und besiegte überraschend Olympiasiegerin Malaika Mihambo. Owen Ansah holte das Sprint-Double über 100 und 200 Meter und lief die 200 Meter in persönlicher Bestzeit von 20,13 Sekunden. Emil Agyekum gewann die 400 Meter Hürden in 47,65 Sekunden und stellte damit einen neuen Meisterschaftsrekord auf. Auch Gesa Felicitas Krause siegte über 3.000 Meter Hindernis mit Meisterschaftsrekord.

Eine besondere Atmosphäre herrschte beim 3x3 Basketball vor dem Neuen Rathaus. Bei den Frauen gewann das unter dem Namen SVD 49 Dortmund startende deutsche Nationalteam mit Marie Reichert, Victoria Poros, Ama Degbeon und Sarah Polleros. Das Finale gegen Wedel endete vorzeitig mit 21:13. Bei den Männern sicherten sich die Baskets Bonn, ebenfalls mit deutschen Nationalspielern besetzt, den Titel.

Rekordresonanz bestätigt das Konzept

Die sportlichen Leistungen waren nur ein Teil der Erfolgsgeschichte. Mit rund 480.000 Menschen vor Ort erreichten die Finals einen deutlichen Besucherrekord. Nach einer ersten Befragung zeigten sich 95 Prozent der Befragten zufrieden oder sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Mehrfach waren die Kapazitäten an zentralen Wettkampfstätten wie dem Opernplatz und dem Neuen Rathaus vollständig ausgeschöpft.

ARD und ZDF berichteten an allen vier Tagen mehr als 30 Stunden live im Fernsehen. Hinzu kamen über 100 Stunden Berichterstattung in parallelen Livestreams. Gerade kleinere Sportarten profitierten von dieser Aufmerksamkeit und konnten sich einem Publikum präsentieren, das ihre Wettkämpfe sonst nur selten verfolgt.

Die Resonanz fiel so positiv aus, dass Hannover bereits über eine erneute Bewerbung für die Jahre 2030 oder 2031 nachdenkt. Die nächsten Finals finden 2027 in Stuttgart statt. Das Multisportformat hat damit endgültig bewiesen, dass nationale Meisterschaften nicht nur Fachpublikum erreichen, sondern eine ganze Stadt für die Vielfalt des Sports begeistern können.

 

Die Finals 2026 – Eckdaten

Austragungszeitraum: 23. bis 26. Juli 2026

Gastgeber: Hannover und Region Hannover

Weitere Sportstätte: Bochum-Wattenscheid

Sportarten: 24

Meisterschaftsentscheidungen: 143

Wettkampfstätten: neun Standorte in Hannover und am Steinhuder Meer

Zuschauer vor Ort: rund 480.000

Zufriedenheit laut erster Befragung: 95 Prozent

TV-Partner: ARD und ZDF

Nächster Gastgeber: Stuttgart 2027


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