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Well & Fit

13.12.2022 | Sabine Mack

Geistige Fitness: Profitieren Frauen stärker?

Bei Frauen könnten die positiven Effekte von Lebensstil-Interventionen auf die geistige Leistungsfähigkeit größer sein als bei Männern. Das birgt zusätzliches Potenzial für gesundheitsorientierte Angebote in Bereichen wie Bewegung, Ernährung und Stressmanagement.

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Demenz-Erkrankungen wie Alzheimer sind mit einer hohen Krankheitslast verbunden und gelten zum aktuellen Stand als unheilbar. Zwei Drittel aller Fälle treten bei Frauen auf, was zum Teil an ihrer höheren Lebenserwartung liegt. Gleichzeitig gibt es vermehrt Hinweise darauf, dass Lebensstil-Interventionen im Alter die geistige Leistungsfähigkeit verbessern können – und dass es dabei erhebliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt.

Bislang wurde jedoch wenig zur Wirksamkeit geschlechtsspezifischer Maßnahmen zur Prävention des kognitiven Abbaus geforscht. Eine Untersuchung am Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP) hat die Effektivität von Lebensstil-Interventionen für die geistige Fitness von älteren Menschen intensiver unter die Lupe genommen − und dafür 34 weltweite Studien ausgewertet. Die aktuelle Untersuchung lässt nun vermuten: Frauen könnten in sämtlichen untersuchten geistigen Funktionen wie etwa Gedächtnis oder Sprache durch Lebensstil-Interventionen einen größeren Nutzen ziehen als Männer.

Lebensstil-Interventionen: Das steckt dahinter

Unter Lebensstil-Interventionen versteht man nicht-medikamentöse Veränderungen, zum Beispiel eine Steigerung der körperlichen, geistigen oder sozialen Aktivität oder eine Verbesserung der Ernährung. Also eine Vielzahl an Faktoren, die sich als Ansatzpunkt für gesundheitsorientierte Angebote im Sportbereich eignen. Das ist nicht nur dann interessant, wenn man sich als Anbieter gezielt an höhere Altersklassen wenden möchte, sondern auch um die Plausibilität der eigenen Ausrichtung als Qualitätsanbieter zu unterstreichen.

Infos zur Untersuchung

Bisherige Studien hatten häufiger Frauen als Männer oder gemischtgeschlechtliche Stichproben betrachtet und sich dabei v.a. auf Personen mit intakter geistiger Leistungsfähigkeit konzentriert. Daher ist bis dato wenig über die Effektivität von Lebensstil-Interventionen bei älteren Personen mit leichten kognitiven Einschränkungen bekannt – und über die Unterschiede bezogen auf die Geschlechter. Die aktuelle Untersuchung lässt nun vermuten, dass Frauen durch Lebensstil-Interventionen bei der geistigen Fitness stärker profitieren als Männer. Diese Unterschiede könnten unter anderem auf die unterschiedlichen Risikoprofile der Geschlechter zurückgehen, so die Forscher. So seien Männer im Alter im Durchschnitt körperlich aktiver als Frauen und hätten, gerade in früheren Alterskohorten, häufig einen höheren Bildungsgrad, was einen Schutzfaktor für Demenzen darstellt. „Damit wäre für Frauen, die älter als 60 Jahre sind, mehr Raum für Verbesserung durch eine Veränderung des Lebensstils, was erklären könnte, warum sie stärker profitieren als Männer“, so Dr. Andrea Zülke, Wissenschaftlerin am ISAP.

Recherchetipp:

"Gender-Specific Design and Effectiveness of Non-Pharmacological Interventions against Cognitive Decline – Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials", in: Journal of Prevention of Alzheimer’s Disease, November 2022: http://dx.doi.org/10.14283/jpad.2022.80


Autor

Sabine Mack

freie Redakteurin

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