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19.12.2023 |

Die zehn Geheimnisse erfolgreicher Unternehmensführung

Teil 1 IDENTITÄT oder: Erkenne dich selbst

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Jeder Unternehmer, ob Existenzgründer oder langjährig Selbstständiger, stellt sich immer wieder die gleichen Fragen: Wie kann ich erfolgreicher werden? Wie kann ich meinen Erfolg absichern? Oder auch: Lohnt es sich für mich, ein eigenes Unternehmen zu gründen oder eine weitere Filiale zu eröffnen? Die Antworten ­wollen wir Ihnen mit einer neuen #FITNESS-Serie geben. „Die zehn Geheimnisse erfolgreicher Unternehmensführung“ werden von Wolfgang Bahne, einem erfahrenen Vertreter der Branche, gelüftet. Bahne kennt die Branche durch diverse Tätigkeiten seit den 1980er Jahren und gibt sein Wissen und seine Erfahrungen auch die Studierenden an der Deutschen Berufsakademie Sport und Gesundheit (dba) weiter.

Bevor ich die zehn „Geheimnisse“ lüfte, möchte ich klarstellen, dass bei allem, was in dieser und den nächsten Ausgaben folgt, der Leser die folgenden zwei Grundüberzeugungen teilen muss, da ansons­ten der Sinn der „Geheimnisse“ möglicherweise nicht nachvollzogen werden kann:

Wirtschaftsunternehmen müssen Gewinne erwirtschaften! 

Auch wenn diese Festlegung banal klingt, so vergessen das so manche Fitnessunternehmer, insbesondere dann, wenn sie aus der ­thera­peutischen ­Richtung kommen oder ein sonstiges „Sendungsbewusstsein“ haben. Ohne Gewinne können auch die besten Therapeuten ihr Wissen und Können nicht an den Kunden bringen! Deshalb dürfen sie eine banale Weisheit nie vergessen: Am Ende eines Tages muss mehr Geld auf dem Konto sein als morgens.

Dienstleistungen werden von ­Menschen, für Menschen und vor allem mit Menschen gemacht!

Vor allem von großen Fitnessketten, die von ­Investoren oder Managern geführt werden, die nicht aus dem Dienstleistungssektor kommen, wird dieser Fakt gerne vergessen: Ohne Mitarbeiter keine ­(Fitness-) Dienstleistung! Dienstleistungen  ent­stehen erst durch die Zusammen­arbeit von Menschen: Mitarbeiter und Kunde. 

Das Perfide daran ist, dass auch ohne die Mitarbeit des Kunden die Dienstleistung erfolglos bleibt, so gut die fachliche Expertise des Mitarbeiters auch ist. Wenn der Kunde nicht trainiert, verbessert er sich nicht, die Dienstleistung hat nicht stattgefunden! Was Therapeuten und sparsame Unternehmer ebenfalls gerne vergessen: Die Dienstleistung ist nicht oder erst sehr viel später sichtbar (der Kunde muss sie aber vorab bezahlen), deshalb müssen wir sie sichtbar machen!

Der Ausgangspunkt: die Unternehmensanalyse

Stellen Sie sich vor, Sie wollen für Ihre Familie ein Haus bauen. Wie gehen Sie da vor?

Vermutlich werden Sie sich fragen, ob Sie dazu die erforderlichen Mittel haben, und falls Sie sie nicht im erforderlichen Maße haben, ob Sie vielleicht eigene handwerkliche Fähigkeiten haben, um einen Teil ­selber machen zu können, oder vielleicht kennen Sie ja jemanden, der Ihnen helfen kann usw. 

Bevor man ein Unternehmen gründet, stellt man sich ähnliche Fragen, und auch danach in regelmäßigen ­Abständen: Was sind meine Fähig­keiten? Was kann ich gut, was ­weniger gut? Wo komme ich her, ­welche Erfahrungen habe ich? Was sind meine Werte und Über­zeugungen?

Kurz: was sind meine Stärken und Schwächen? Letztlich: was ist meine IDENTITÄT? Hierzu machen Sie sich am besten regelmäßig und systematisch folgende Gedanken und halten diese schriftlich fest: 

# Wo komme ich her (Geschichte des Unternehmens, Verände­rungen in der Vergangenheit, eigene Ausbildung/Erfahrung ...)?

# Was sind meine Ressourcen (Standort, Finanzen, Erfahrung, Innovationskraft, Mitarbeiter, Flexibilität, Image ...)?

# Welche Produkte biete ich wie an?

# Welche Preispolitik habe ich bisher betrieben?

# Wie verkaufe ich?

# Welche Werbung habe ich bislang betrieben?

# Welche Kommunikationskanäle nutze ich?

Das Ziel ist die individuelle Gegenüberstellung aller STÄRKEN und SCHWÄCHEN mit dem Ziel, die vorhandenen Stärken zu stärken und die vorhandenen Schwächen zu schwächen. Wenn zum Beispiel die finanzielle Flexibilität schwach ist, sollte das bei der später erfolgenden Zieldefinition ein Schwerpunkt der Verbesserung sein. 

Wenn das Image des Unternehmens sehr gut ist, darf man hier nicht nachlassen und jede Gelegenheit nutzen, das gute Image zu kommunizieren und zu bestärken. Wenn die Preispolitik eine Schwäche ist, weil beispielsweise die Umsätze trotz ausgelastetem Club nicht ausreichen, einen angemessenen Gewinn zu erzielen, so ist hier ein Strategiewechsel dringend angeraten.

Zum externen Berater greifen

Ebenso wie beim Hausbau, bei der Analyse des eigenen Gesundheits­zustandes, der körperlichen Fitness oder der eigenen Persönlichkeit kann auch der Unternehmer respektive das Unternehmen nur durch geeignete Analyseinstrumente und durch entsprechend ausgebildete Personen analysiert und beurteilt werden. Deshalb ist es das Vernünftigste, eine erfahrene Person oder ein erfahrenes Beratungsunternehmen damit zu beauftragen, diese Analyse vorzu­nehmen. 

Das Johari-Fenster

Diese Empfehlung resultiert aus den Erkenntnissen der Psychologie. Das sogenannte „Johari-Fenster“ verdeutlicht den Zusammenhang zwischen dem Bewusstsein über das eigene „Selbst“ und dem, was andere über uns ­wissen.

Der „Blinde Fleck“ sind also Informationen über mich, die mir unbekannt beziehungsweise nicht bewusst sind, aber anderen sehr wohl bekannt und sichtbar. Informationen, die zwar mir bekannt und bewusst sind, jedoch anderen nicht, bezeichnet man als „Mein Geheimnis“ oder „Hidden Self“.

Neue Erkenntnisse

Der Blick von außen, ohne die eigenen „blinden ­Flecke“, aber auch ohne das Zurückhalten von Informationen („Mein Geheimnis“), führt zu objektiverer Erkenntnis, als wenn man dies selber versuchen würde.

Alternativ wäre die Beschäftigung eines Qualitätsmanagers empfehlenswert, dies werden sich jedoch nur größere Unternehmen leisten können beziehungsweise wollen. Das Ziel einer solchen Unternehmensanalyse ist die objektive Darstellung und Beurteilung aller ­Ressourcen des Unternehmens, jeweils aus Sicht des Unternehmers, der Mitarbeiter und aus Sicht eines erfahrenen Dritten. 

Im nächsten Teil der Serie werde ich das Thema ­Kundenorientierung behandeln. #

 

Auror: Wolfgang Bahne

Wolfgang Bahne verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in verschiedenen Tätigkeitsbereichen der Fitness- und Gesundheitsbranche. Er ist Dozent an der Deutschen Berufsakademie Sport und Gesundheit (dba) in Baunatal. 

Wolfgang.bahne@gmx.net


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